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Artgerechte Haltung ist das Eine. Aber die Schlachtung das Andere. Und über Letzteres wird nicht so gerne gesprochen. Aber am Ende der artgerechten Haltung steht die Schlachtung des Tieres.

Die Qualtität des Fleisches und damit einhergehend Ihre Zufriedenheit hängt von der Art der Haltung und der Schlachtung des Tieres ab.

Uns ist nicht nur die artgerechte Haltung unserer Tiere wichtig, in der sie sich frei bewegen, Sozialkontakte pflegen und ihre natürlichen Bedürfnisse befriedigen können. Wir fühlen uns ebenso zur Begleitung des Tieres auf seinem "letzten Gang" verpflichtet. Und glauben Sie uns, auch für uns ist das nicht einfach.


Eine schonende, stress- und angstfreie Schlachtung unserer Tiere ist uns wichtig. Schon als Jungtiere lernen unsere Rinder und Schweine das Anhängerfahren kennen. Da die Fahrt immer wieder am gewohnten Stall bzw. auf der Weide endet, verbinden die Tiere den Transport mit etwas Positivem.

Am Vorabend der Schlachtung werden die ausgewählten Tiere verladen. Die Schweine gehen entweder zu zweit oder zu dritt zum Metzger. Das großräumige Transportfahrzeug bleibt beim Stall stehen. Die Schweine haben Futter, Wasser und Einstreu zur Verfügung.

In den frühen Morgenstunden transportieren wir die Schweine zum Metzger in Mechenhard. Die Fahrt über 7 km Länge dauert elf Minuten.
Zu diesem Zeitpunkt beginnt der Schlachtbetrieb gerade erst. Unsere Schweine sind die ersten Schlachttiere des Tages. Ohne Wartezeit kann die Schlachtung sofort beginnen.

Durch die geöffnete Anhängertüre verlässt das erste Schwein eigenständig das Transportfahrzeug und begibt sich über einen kurzen Gang im Freien in den Schlachtraum. Dieser sieht einem gewöhnlichen Stall sehr ähnlich. Dort steht der Metzger, der das Tier beruhigend anspricht und es mit einer elektrischen Betäubungszange sofort betäubt. Danach wird das Schwein entblutet. Von dieser Prozedur bekommen die auf dem Anhänger verbliebenen Tiere nichts mit, da Schweine sehr kurzsichtig sind.

Wir schätzen die ruhige, respektvolle Art des von uns beauftragten Metzgers, der das Tier tötet. Hierfür auch ein Dank an das tolle Team unseres Metzgers.

Für das Schlachttier entzünden wir am Schlachttag eine Kerze und ein Räucherstäbchen und geben ihm einen wertschätzenden Dank mit auf den Weg. Viele mögen uns dafür belächeln. Doch sind wir diesem Tier dankbar, dass es uns so unseren Lebensunterhalt sichert.