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Der Bison ist ein in Nordamerika verbreitetes Wildrind, das zugleich das größte Landsäugetier der Region ist. Der Lebensraum des Präriebisons liegt im offenen Grasland der nordamerikanischen Prärien, derjenige des Waldbisons in Waldgegenden. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus Süßgräsern und Sauergrasgewächsen, die die Wiederkäuer beim langsamen Grasen aufnehmen.

In freier Wildbahn leben Bisonkühe und ihre Kälber in Herden, die bis zu fünfzig Tiere umfassen können. Die Bullen leben entweder als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Während der Brunftzeit zwischen Juli und August schließen die Bullen sich den Kühen an, bevor es zur Paarung kommt. Im April und Mai kommen die Kälber zur Welt, die zwischen vier und sechs Monaten von der Mutter gesäugt werden.









Eine unserer Kühe mit Kalb

Die Kühe tragen neun Monate und bringen ihre Kälber binnen 30 Minuten in den Monaten April und Mai zur Welt. Die Kälber haben ein Geburtsgewicht von 15 bis 20 kg. Dieses im Vergleich zum Hausrind geringe Gewicht ist auch der Grund dafür, dass sehr selten Geburtskomplikationen auftreten. Etwa zehn Minuten nach seiner Geburt beginnt das Kalb mit ersten Aufstehversuchen und trinkt ca. eine Stunde nach der Geburt zum ersten Mal am Euter der Mutterkuh.

Eine Kuh akzeptiert nur ihr eigenes Kalb. Fremde Kälber lehnt sie ab. Spätestens, wenn das Kalb ein Alter von sieben bis neun Monaten erreicht hat, lässt die Kuh das Kalb nicht mehr an ihr Euter.

Im Alter von zwei bis drei Jahren erreichen die jungen Nachkommen die Geschlechtsreife. Auch wenn das Kalb im Herdenverband verbleibt, dann besteht ein jahrelang anhaltender Kontakt zwischen Kuh und Kalb. Was im Übrigen auch für die weiteren Generationen gilt. Diese Tiere halten sich immer nah beieinander auf.

Die dem amerikanischen Bison entsprechende Gattung in Europa ist der Wisent.

Ein ausgewachsener Bisonbulle kann ein Gewicht von bis zu 900 kg und eine Widerristhöhe von 1,70 m (Bisonkühe: 600 kg / 1,40 m) erreichen. Trotz ihres enormen Gewichts sind sie in der Lage, Spitzengeschwindigkeiten zwischen 40 und 50 km/h zu erreichen. Daher ist es für Bisons ein Leichtes beispielsweise einen Zaun zu überrennen.







Zwei unserer Jungbullen. Erkennbar nicht nur durch den Körperbau, sondern auch durch die Hörner, die bei Bullen weiter vom Kopf weg wachsen als bei den Kühen. Der Bulle im Vordergrund ist zweijährig, der hintere ist ein Jahr alt.

Noch ein paar interessante Infos zum Schluss:

Bislang sind nicht mehr als 15 Fälle bekannt, in denen weiße Bisons geboren wurden. Dies wurde auch nie zum Zuchtziel gemacht, da man den Bison in seiner Eigenheit als Wildtier züchtet. Eine solche auffällige Fellfarbe wäre in der freien Natur wohl wenig förderlich.

Es gab in der Vergangenheit auch Versuche, die Bisons mit Hausrindern zu kreuzen und mit diesen Kreuzungen weiter zu züchten. Jedoch waren die männlichen Nachkommen stets unfruchtbar.