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Vor etwa 18.000 Jahren kamen Bisons über die damals existente Landbrücke der Beringstraße vom asiatischen auf den amerikanischen Kontinent. Mit dem Verschwinden dieser Landbrücke entwickelten sich der heute noch in Polen und Weißrussland lebende Wisent und der Präriebison unabhängig voneinander.

Der nordamerikanische Kontinent war Anfang des 18. Jahrhunderts von ca. 70 Millionen Bisons besiedelt. Sie dienten der Mehrzahl der Ureinwohner des amerikanischen Kontinents, den Indianern, vor allem als Hauptnahrungsquelle. Neben dem Fleisch verwerteten sie das Fell und fertigten daraus ihre Kleidung und Zelte.
Aus den Knochen, Hörnern und Sehnen stellten sie Alltagsgegenstände und Gerätschaften wie Geschirr, Schmuck, Nadeln, Fäden, Waffen etc. her.

Das (Über-)Leben der Indianer war vom Bison abhängig, und er war für sie ein heiliges Tier. Daher brachten sie ihm Ehrfurcht und Respekt entgegen.

Mit dem Eintreffen der Europäer auf dem Kontinent und deren immer weiter voranschreitenden Landraub an den Indianern wurde der Bison beinahe ausgerottet.

Die neuen Siedler drangen immer weiter gen Westen vor und drängten die Indianer zurück. Nicht selten stießen sie dabei auf heftigen Widerstand der Indianer, welche sich ihr Land nicht kampflos wegnehmen ließen.

Um den Genozid an den Indianern voranzutreiben, entzog man ihnen zunehmend ihre Lebensgrundlage, den Bison. Somit war neben der Ausrottung der Indianer auch die der Bisons besiegelt.

Im Laufe von 140 Jahren wurden die Bisons im großen Stil abgeschlachtet. Ihre Ausrottung nahm dabei zunehmend makabere Formen an. Schon im Zuge des Ausbaus der Eisenbahnlinien wurde eine große Zahl der Tiere von den Bahnarbeitern erschossen, wenn auch vorwiegend zur Ernährung der Arbeiter. Doch später wurde es zum Volkssport, die Bisons von den Zügen aus zu erschießen. Hierzu wurden sogar spezielle Wagons gebaut, welche das "Spaßschießen" erleichterten. Die erlegten Tiere, teilweise schwer verletzt, wurden einfach liegen gelassen und nicht etwa von ihren Qualen erlöst und geschlachtet.

So sank die Zahl der letztlich noch verbleibenden Tiere auf gerade einmal 500! Durch das Verbringen der letzten verbliebenen Bisons in den 1872 gegründeten Yellowstone Nationalpark konnte der Bestand dieser großartigen Tiere gerade noch gesichert werden. Für die Tiere im Park wurde 1883 ein Abschussverbot verhängt. Doch erst die US-Armee konnte, als sie 1886 die Kontrolle über den Park übernahm, das weitere Töten der Tiere durch Wilderer stoppen. So erholte sich der Bisonbestand auf dem gesamten amerikanischen Kontinent bis zum Jahre 1894 auf immerhin 800 Tiere.

Dank des Engagements vieler Privatleute und der Einrichtung von Nationalparks in den USA und Kanada erholte sich der Tierbestand weiter. Die damals übrig gebliebenen 800 Tiere sind somit die Vorfahren der heute weltweit lebenden 500.000 Bisons.

Davon leben derzeit rund 20 Bisons glücklich auf unserem Luisenhof im Spessart...